Grobe m.: a. früher am Ort angebaute Weißweinrebsorte NÖ 06, NÖ 09.-  b. Elbling (lt. GWP), Weißweinrebsorte Frank. 04, Frank. 07, Frank. 08, Frank. 11. Formen: Sg.: Frank. 08 Frank. 11, NÖ 06.- Pl.: Frank. 04 Frank. 07, NÖ 09. Etym.: Subst. v. grob.- Anm. zu FRANKEN: Die GWP aus Mainstockheim führt den N auf den starken Wuchs der Sorte zurück. In Mainberg handelt es sich um den älteren N für Elbling; s.a. Grober Elben (Hlubek 1841, 19; SchwäbWB 2, 686 s.v. Elben I). Lt. GWP aus Ramsthal war die Sorte, die auch hier mit Elbling gleichgesetzt wird, nicht zum Essen geeignet, sie führte zu Durchfall (Dünnschiss). Die GWP aus Thüngersheim charakterisiert die früher hier angebaute weiße Sorte als rieslingähnl. Art mit zieml. gr. Trauben u. gr. Beeren, die zum Essen weniger geeignet, aber eine richtige Mosttraube gewesen sei. Der SortenN wird in der Lit. auch als Syn. für den Weißen Heunisch angegeben.- Kart.: Löwe-Kumpf 1979, 214, Kart. 17.- Zur Wortbildg. s.a. Grobweißtraube, Silbertraubige Weißgrobe (Petri 1971, 79).- vgl. Grobs. Lit.: Arnberger 2007, 150; Burger 1837, 82; Goethe H. 1876, 73; Hilpert 1957, 55. 90; Katschthaler 1912, 101; Löwe-Kumpf 1979, 52. 112; Mayr A. 1978, 34; Thiel 1963, 170; Trummer 1841, 52. 53; VorarlWB 1, 1243.




Tonbsp.: Grobe = Elbling (Ramsthal/Franken, Deutschland)


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